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29. April 1862 - 30. Mai 1862 Schlacht um Corinth

Eigentlich wird sie auch als Belagerung von Corinth bezeichnet. Corinth liegt im Bundesstaat Mississippi. Die Unionsarmee war nach dem Sieg bei Shiloh sehr vorsichtig geworden. Das hing mit dem extrem hohen Verlusten zusammen die sie bei Shiloh erlitten hatten. Diese betrugen 13 047 Mann. Daher wurde folgende Strategie entworfen. Die Unionsarmee sollte vorrücken und bei jedem kleinen Stückchen Landgewinn sich eingraben und zur Verteidigung bereithalten.
 
Innerhalb von 14 Tagen wurden 14 Feldbefestigungen von Shermans Korps ausgehoben. In den 14 Tagen hatte Shermans Korps ein Geländegewinn von 8 Meilen erzielt. Am 28. Mai gruben sich die Soldaten der Union neu ein und zwar direkt gegenüber der Konföderierten Stellungen. Es begann die Belagerung der Stadt.
 
General Beauregard war klar, dass seine konföderierten Soldaten keiner Belagerung standhalten würden. Somit griff er zu einer List. Die konföderierte Armee machte auf Seiten der Union den Eindruck sie würden sich auf die Belagerung vorbereiten und sich eingraben. Aber genau das taten sie eben nicht. Sie ließen es nur so aussehen. In Wirklichkeit wurde die Armee Stück für Stück mit Zügen abtransportiert. Immer wenn ein Zug in Corinth einfuhr, brach auf Seiten der Konföderierten heftiger Jubel aus. Die Union dachte die Konföderation bekäme Verstärkung. Doch das war ein Denkfehler. Ebenfalls spielten die konföderierten Militärorchester die ganze Zeit. Somit glaubten die Soldaten der Union die Konföderierten würden bald angreifen. Doch nichts passierte. Am nächsten Tag wurde die Stadt gestürmt und die Konföderierten waren verschwunden.
 
16.6.08 15:02


30. Juli 1864 Kraterschlacht von Petersburg

In den Morgenstunden des 30. Juli ertönte bis dahin das lauteste Geräusch was Petersburg bis dahin gehört hatte.

Das IX. Korps unter General Burnside hatte hatte einen 156 Meter langen Minenschacht von ihrer Stellung direkt unter die Stellungen der Konföderierten gegraben. Die Mine befand sich genau 6,1 Meter unter den Stellungen der Südstaaten. Um einen ordentlichen Schaden anzurichten, wurde die Mine unter den Konföderierten mit 8000 Pfund Schießpulver aufgefüllt. Die Konföderierten hatten bis dahin immer noch keine Ahnung was sich unter ihren Füßen abspielte. Um genau 4.44 Uhr wurde die Mine verschlossen und das Schießpulver entzündet. Die darauf folgende Explosion tötete ca. 350 konföderierte Soldaten sofort. Der durch die Explosion entstehende Krater war 9,1 Meter tief, 170 Meter lang und hatte eine Breite von 24 Meter.

Was nun folgte war erst einmal eine Stunde Stille. Es ist bis heute nicht geklärt warum. Die Strategie Burnsides sah vor nach der Explosion frontal die restlichen Stellungen der Südstaaten anzugreifen. Doch Burnside hatte einen Denkfehler in seiner Strategie. Er übersah komplett den enstehenden Krater in seinem Plan und das sollte den angreifenden Soldaten der Union zum Verhängnis werden. Nach etwa einer Stunde startete die Union zum Angriff und zwar wie im Plan vorgesehen "frontal". Was nun folgte war das Ergebnis Burnsides Denkfehlers. Die Soldaten der Union stürmten weiter vorwärts in den Krater hinein. Hier kamen sie zum Stehen. Denn es war ihnen unmöglich den anderen Rand des Kraters zu überwinden. Somit war das IX. Korps in diesem Krater gefangen. Durch die vielen tausend Soldaten in dem viel zu kleinen Krater war die Bewegungsfreiheit der Soldaten komplett engeschränkt. Es wurde gedrückt und gedrängelt aber es half alles nichts. Es konnte sich niemand richtig bewegen. Nun rappelten sich aber zum Pech der Nordstaaten die Soldaten der Südstaaten wieder auf die sich von dieser Explosion erstaunlich schnell erholt hatten. Eine komplette Konföderierte Division unter Wiliam Mahone wurde zum Kraterrand beordert und was nun folgte war nicht mehr mit einer Schlacht zu vergleichen.

Die konföderierten schossen einfach vom Rand in den Krater hinein und brauchten dabei nicht mal zu zielen. Die Soldaten der Union bildeten am Boden des Kraters nur noch eine dunkelblaue Masse. Es war ein regelrechtes Massaker. Die genaue Opferzahl der Nordstaaten ist nicht genau bekannt. Man geht von 5300 aus. Es wurden etwa 500 Nordstaatler gefangen genommen. Davon viele farbige Soldaten die von den Südstaatlern einfach erschlagen wurden. Die Konföderierten hatten weitaus weniger Verluste zu beklagen. 1032 Ausfälle wurden registriert. General Burnside kostete diese verlorene Schlacht das Kommando. Die Kraterschlacht bei Petersburg hatte überhaupt kein Ergebnis erzielt. Die Belagerung der Stadt Petersburg ging weiter und sollte noch bis März 1865 andauern.

Im Film Cold Mountain wird diese Schlacht thematisiert.   

 


14.6.08 16:10


18. Juli 1863 Fort Wagner

Der erste historische Bericht wird sich um ein Gefecht drehen, dass im amerikanischen Bürgerkrieg besondere Berühmtheit erlangte. Die Schlacht um Fort Wagner am 18. Juli 1863.

Das 54. Massachusets Infanterie Regiment durfte dort den Sturm auf das Fort eröffnen. Dieses Infanterie Regiment bestand ausschließlich aus farbigen Soldaten. Mit Außnahme der Offiziere zählte das Regiment eine Stärke von 1100 Mann. Da schwarze Soldaten zu der Zeit selbst in der Nordstaatenarmee noch mit sehr kritischen Augen gesehen wurden, wollte der kommandierende Offizier Col. Robert Gould Shaw ein Zeichen setzen und somit den Beweis erbringen, dass selbst farbige Soldaten ihren Beitrag in diesem Konflikt leisten konnten. Er nahm dabei in Kauf, dass der Sturm auf das Fort sehr hohe Verluste mit sich bringen würde. Die komplette Truppenstärke der Nordstaaten war ca. 5000 Mann.

 

Originalaufnahme von einer der Befestigungsanlagen bei Fort Wagner

Das Fort Wagner befand sich auf Morris Island und hatte die Aufgabe den Hafen von Charleston zu schützen. Die Besatzung des Forts bestand aus etwa 2000 konföderierten Soldaten. Zusätzlich standen dem Fort noch 14 Kanonen verschiedener Kaliber zur Verfügung. Da das Gelände sehr schwer zu überqueren war, konnte für den Angriff nur ein nicht sehr breiter Strandabschnitt benutzt werden. Am Abend des 18. Juli begann der Sturm auf das Fort. Da die meisten Kanonen auf den Strandabschnitt gerichtet waren der für den Angriff vorgesehen war, wurden die Sodaten des 54. Massachusets sofort unter heftigen Beschuss genommen. Trotz sehr hoher Verluste gelang es dem 54. Massachusets in das Fort einzudringen. Dabei wurde ihr kommandierender Offizier Rober Gould Shaw tödlich getroffen und fiel von den Verteidigungswällen in das Fort. Nach kurzer Zeit wurde das 54. Massachusets dann zum Rückzug gezwungen. Alle anderen beteiligten Regimenter der Nordstaaten hatten ebenfalls kein Glück und erlitten auch sehr hohe Verluste. Die Verluste der Nordstaaten in diesem Gefecht werden auf 1515 geschätzt. Die konföderierten hatten nur 174 Ausfälle zu beklagen. Der Angriff auf Fort Wagner scheiterte zwar doch wurden nach diesem Gefecht mehr Regimenter aus farbigen aufgestellt und diese waren an den wichtigsten Schlachten des Krieges beteilligt.

12.6.08 20:46










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